Das Schenkbarsche Haus in Biedenkopf
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Die Bauarbeiten
Der Spruch:

Durch das Aufstellen des Gerüstes bot sich über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit,
den eingeschnitzten Spruch über der Tür genau, eingehend und von allen Seiten nah zu
untersuchen.
Dabei stellte sich überdeutlich heraus, daß dort tatsächlich das Wort Schenckariana eingeschnitzt ist.
Mit viel Phantasie könnte das K auch noch ein R sein, was aber in keiner Weise Sinn machen würde.
Eines wurde klar: Ein B ist es in gar keinem Fall. Weitere Besprechnung zu diesem Thema siehe auch unter Quellen.
Hier Detailfotos als Beleg:








Zur Farbgebung:

Es wurde ausschließlich nach vorhanden historischen Originalbefunden restauriert.
Dort wo eine Farbe aus der Renaissancezeit nachgewiesen werden konnte, wurde diese
ohne Kompromisse auch so wieder hergestellt. Gerade sehr weit oben im Zwerchhaus
war es möglich alte Farbschichten freizulegen und zu dokumentieren, da dieser Bereich direkt unter
dem Dach weniger der Witterung ausgesetzt war, als die Balken weiter unten am Gebäude.

Verwendet wurden ausschließlich Naturbaustoffe und Naturfarben. Ausbesserungen an Gefachen und Füllen von
Lücken wurden mit Lehm, Stroh und Ziegenhaaren ausgeführt.
Alle verwendeten Farben sind Kaseinfarben, die neben Pigmenten aus der Natur auschließlich aus den
Stoffen Quark, Ei und Bier selbst angerührt und hergestellt wurden.
Hier einige Belege für die Farbegebung und deren Ausführung (rot, gelb und grün)







Das Resultat:







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Bauarbeiten an der mittelalterlichen Treppe hinter der Scheune




Und mit Lehm zu matschen ist einfach TOLL!!!



und innen ist das noch schöner:


Und so wird das Baumaterial Lehm gefügig gemacht:



So sieht der Lehm aus, wenn er gut ist zum Verarbeitet-werden:
wie Ton.



Lehm stampfen ist ja sooooo unterhaltsam.....



Wir haben mal wieder eine sehr interessante Entdeckung gemacht:

Beim Entfachen in der schwarzen Küche kam ein nachträglich eingezogener Balken zum Vorschein der auf der ganzen Länge mit eingeschnitzten Initialen und Jahreszahlen übersäht ist.

Die Initialen gehen bunt durcheinander und alle Jahreszahlen bewegen sich zwischen den 1840er und 1850er Jahren. Die jüngste Jahreszahl ist 1858.

Der Balken wurde von der Konstruktion erst eingezogen, als die Südwand der schwarzen Küche den Steinturm nicht mehr als Auflager hatte. Deshalb mußte nun dort Fachwerk eingesetzt werden und ein weiterer Unterzug unter der Decke angebracht werden. Das war so ca in den 1880er Jahren.

Aber warum dann Initialen und Jahreszahlen von 20 Jahren vorher?

Der einzige Platz, wo ich solche Grafitis eingeschnitzt gesehen habe ist in Kirchen. Meist sind es Konfirmanden, die sich an ihren Bänken oder an der Empore verewigen wollen.

1860 wurde die alte Stadtkirche nebenan wegen baufälligkeit geschlossen und 1883 begann der Abriß.
Paßt alles wunderbar. Das letzte "Konfirmandendatum ist aus den 1850er Jahren und der Einbau ins Haus erfolgte in den 1880er Jahren.

Wahrscheinlich haben wir einen letzten Rest der alten Emporenbrüstung aus der alten Kirche. Das Gestühl und die Emporen der alten Kirche stammten aus der Zeit um 1550.

Ich stelle noch Fotos von dem Balken ein. Ein Heimatforscher könnte aus den Konfirmationslisten und den Jahreszahlen wahrscheinlich ganze Jahrgänge Biedenköpfer Bürger aus der Zeit um 1850 entschlüsseln. Es sind bestimmt ca 40 bis 50 Initialen und Zahlen.






Wie die schwarze Rauchküche wiederersteht:









So: genug mit Baustellenchaos: So muß dann eine fertige Decke aussehen:



Aktuell  
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